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Sommer 2026 – Freizeit in Windischeschenbach

Freizeit der Bibelbruncher-Gruppe in Windischeschenbach vom 16.-23.06.2026

Wir konnten mit einer Gruppe bestehend aus drei schwerstsehbehinderten, neun vollblinden Menschen sowie 10 Begleitern nach Windischeschenbach im Nordosten Bayerns fahren. Untergebracht waren wir im Haus Johannisthal, dessen Team mit großem Engagement auf die Bedürfnisse unserer Gruppe einging. 

Die Tage begannen immer mit einem Morgenimpuls. In der Woche waren fünf Thematische Einheiten für die Gruppe eingeplant. Das Thema Hoffnung wurde mit unterschiedlichen Schwerpunkten in diversen Settings und Schwerpunkten beleuchtet. Dabei kamen sich die Teilnehmer näher, entdeckten Gemeinsamkeiten und Hoffnung gebende Elemente in ihrem Leben. Daraus erwuchs eine gute Gruppendynamik. Zum Ende der Woche wurde traditionell ein Gottesdienst zu diesem Thema gemeinsam gestaltet und gefeiert.

Alle Ausflüge haben wie jedes Jahr große Freude gemacht. Durch den Taxiunternehmer Martin Neugirg wurden wir alle hervorragend zu unseren Zielen gefahren. Gleich am Samstagabend fuhren wir zu einem ökumenischen Gottesdienst in den Nachbarort in eine Simultankirche. Unser Tagesausflug führte uns am Montag nach Waldsassen. Mit der auf uns abgestimmten Führung durch die historische Klosterbibliothek und die anschließende Möglichkeit Schwester Sophia zu ihrem Leben zu befragen, sowie am Mittagsgebet der Schwesterngemeinschaft teilzunehmen, war der Vormittag äußerst schnell verflogen.

Auf eigenen Kosten „schmausten“ wir in der Klosterwirtschaft, um anschließend einen längeren Spaziergang zu einem ambitionierten Projekt zu machen. Dort – am Mitterhof – begrüßten uns die Inhaber mit selbstgemachten Kuchen und gutem Kaffee und berichteten uns zur Geschichte und der erhofften Zukunft des historischen Vierkanthofes. Ebenso spannend war die die mit viel Herzblut dargebrachte Geschichte des Ortes Windischeschenbach, durch den Ortskundigen Stadtführer Herrn Ferdinand Schramml. Dieser führte seine Tour mit gutem Blick auf unsere blinden und sehbehinderten Teilnehmer und mit spürbarem Enthusiasmus durch.

Eindrücklich und informativ war die frühe Vogelstimmenführung durch den Steinwaldexperten, dem Biologen Heiko Hoffman. Für Ihn war es ebenso wie für den Geologen des Museums des Kontinentalsteinbruchs (KTB), die erste Begegnung mit vollblinden Menschen. Beide Herren waren emotional sehr gerührt. Das wiederum rührte die Gruppe. So gab es fernab aller Information auch ein emotionales Geben und Nehmen.

Alle Begleitpersonen nahmen immer am gesamten Programm teil. Sowohl für die Orientierung im fremden Haus als auch für alle externen Führungen und Ausflüge sind die Assistenzen unentbehrlich. Die Teilnehmer sind sehr dankbar, dass sie sich die Assistenzen durch den reduzierten Preis leisten können.

Daher sage ich im Namen aller nochmal herzlichen Dank für die Bezuschussung durch die Helmut-Kreuz-Stiftung in Wernigerode. 😊

09.06.2026 Katrin Biendl, Referentin und Reiseleiterin


Freizeitenangebot

Liebe Reisebegeisterte,

wer bei der evangelischen Blinden- und Sehbehindertenseelsorge mitfährt, erkundet gerne in der Gemeinschaft Land und Leute. Dazu gehört auch, über Gott und die Welt ins Gespräch zu kommen, zu singen, sich auch mal Ruhe gönnen zu dürfen und sich kulinarisch verwöhnen lassen. Blinde Personen sind immer in Begleitung einer sehenden Assistenz dabei.

Haben Sie Interesse? Dann rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine E-Mail. Wir beraten Sie gerne und senden Ihnen alle weiteren Information zu unseren Angeboten.

Sie erreichen uns unter der Telefonnummer: 0911- 81 00 54 55 und unter der E-Mail: bss-bayern@elkb.de

Herzliche Grüße vom Egidienplatz 33 in Nürnberg.


15 blinde und sehbehinderte Menschen mit ihren Assistent*innen in Passau und Umgebung unterwegs

Abenteuer Baumwipfelpfad – Bericht auf der Homepage des Dekanats Passau

Bildrechte Neumann-Beiler

Das nasse Wetter schmälert nicht das Erlebnis der meditativen Wanderung von Gabi Neumann-Beiler (Mitte) auf dem Baumwipfelpfad.
 
Selbst im Dauerregen bleibt der Baumwipfelpfad in Neuschönau ein Erlebnisziel. Eine Gruppe sehbehinderter und blinder Menschen aus dem Nürnberger Land ließ sich am Mittwoch, 28. Mai vom Wetter nicht abhalten. Nach dem Motto es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung starteten alle mit Abenteuerlust, farbenfrohen Regenschirmen und extra großen Regenponcho für eine Teilnehmerin im Rollstuhl in eine meditative Wanderung, die von spirituellen Impulsen begleitet wurde. Unter der einfühlsamen Leitung von Diakonin Gabi Neumann-Beiler wurde der Natur nicht nur ins Auge geschaut, sondern sie wurde vor allem gehört, gefühlt und erlebt.

Bildrechte Neumann-Beiler

Das Baum-Ei ist ein Highlight der meditativen Wanderung in schwindelnder Höhe.

Die Veranstaltung, organisiert von Diakonin Stephanie Harkort, Landeskirchlicher Referentin für Blinden- und Sehbehindertenseelsorge der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, sowie Kirchenrat Pfarrer Gerald Kick, bot den Teilnehmer:innen eine Woche lang in Passau und Umgebung einen kleinen Urlaub. Dabei standen Gemeinsamkeit und Naturerlebnis im Vordergrund. Dieses gelungene Engagement der Blinden- und Sehbehindertenseelsorge der Landeskirche beweist, dass barrierefreie Erlebnisse und spirituelle Impulse auch bei widrigen Wetterbedingungen möglich und bereichernd sind. Alle Teilnehmenden waren jedenfalls begeistert.

Text und Fotos: Neumann-Beiler

Foto: Gerald Kick

Oben angekommen. Der Nebel sorgt für Gleichberechtigung. Auch die Sehenden können nur die Nähe wahrnehmen.


Unser Freizeitenangebot 2025

Liebe Reisebegeisterte,

fühlen Sie sich urlaubsreif? Haben Sie einen Tapetenwechsel nötig? Dann sind Sie bei uns richtig.

Wir bieten Reisen für blinde, sehbehinderte und sehende Menschen an, die gerne gemeinsam unterwegs sind.

Wer mit der evangelischen Blinden- und Sehbehindertenseelsorge verreist, der wünscht sich neben dem Entdecken neuer Orte und Landschaften die Gemeinschaft mit interessanten Mitreisenden und geistliche Impulse. So wollen wir es auch 2025 handhaben und laden Sie herzlich zu unseren Freizeiten nach Passau und zum Wandern in den Frankenwald ein!

Informationen dazu finden Sie hier: Frzt.prosp2025Email

Auf Ihre Teilnahme freuen sich,

Stephanie Harkort, Diakonin und Gerald Kick, Pfarrer


Ökumenische Freizeitwoche in Salzburg

Sonnige und erfüllte Tage in Salzburg

„Ja wir wagen es!“ Das dachten die 19 Mitreisenden, die Mitte Juni 2021 mit einem Reisebus von Nürnberg nach Salzburg reisten. Im Haus der Pallottiner auf dem Mönchsberg fühlten wir uns von Anfang an wohl mit dem wunderschönen Park und dem großen Gemeinschaftsraum mit Klavier, wo wir uns täglich versammeln konnten. Bei unseren Begegnungen tauchten wir ein in die wunderbare Welt der Musik ein. Wir erzählten uns, welche Lieder und welche Musik in unserem Leben wichtig geworden ist. Wir erfuhren etwas über den Hintergrund bekannter Lieder und die Lebensgeschichte bekannter Musiker, z.B. von Heinrich Ignaz Franz Biber und Wolfgang Amadeus Mozart. Auch selbst wurde musiziert, sei es mit Flöten oder auf dem Klavier. Höhepunkte waren ein Konzertabend im Schloss Mirabell mit klassischer Musik und ein kleines Hauskonzert mit Gospelliedern.

Der Sommer hielt in dieser Woche Einzug im Land. Wir konnten bereits das Frühstück auf der Terrasse einnehmen und im Schatten der großen Bäume im Park entspannen.

Wir hatten viel Zeit, um Salzburg zu erkunden und zu erleben. Mit dem Mönchsbergaufzug waren wir in kurzer Zeit in der Altstadt von Salzburg, die langsam wieder aus dem Coronaschlaf erwachte. Bei den Stadtführungen lernten wir die Stadt rechts und links der Salzach kennen. Wir besuchten das Geburtshaus und das Wohnhaus von Mozart, die Hohe Feste und den Schlossgarten von Hellbrunn mit seinen wundersamen Wasserspielen. An einem Nachmittag schnupperten wir sogar Bergluft auf dem nahegelegenen Gaisberg. Auch ein Ausflug in den größten Biergarten Salzburgs durfte nicht fehlen. Voll Dankbarkeit feierten wir am Ende der Woche einen ökumenischen Gottesdienst im Park unter den schattigen Bäumen. Nach dem Besuch des Sonntagsgottesdienstes in St. Peter traten wir erfüllt und glücklich die Heimreise an. Die Gemeinschaft in dieser Woche hat uns gestärkt und neue Kraft geschenkt und wir danken Gott für die Bewahrung und Führung in diesen Tagen.

Regine Schramm (Pastoralreferentin und Leiterin der kath. BSS in der Diözese Bamberg