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Schutzkonzept für die BSS verabschiedet

Gemeinsam für Sicherheit und Achtsamkeit

Die Blinden- und Sehbehindertenseelsorge (BSS) in der ELKB hat ein umfassendes Schutzkonzept zur Prävention von sexualisierter Gewalt fertiggestellt. Ziel ist es, Menschen in allen Bereichen des Gemeindelebens wirksam vor Grenzverletzungen und Übergriffen zu schützen. „Wer einmal sexualisierte Gewalt erlebt hat, trägt oft ein Leben lang an den Folgen. Deshalb ist es unsere Pflicht als kirchliche Einrichtung, hinzu-schauen, zu schützen und vorzubeugen“, betont Pfarrer Gerald Kick. Mit dem nun vorliegenden Schutzkonzept erfüllt die BSS nicht nur die Vorgaben der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, sondern setzt vor allem ein Zeichen für Aufmerksamkeit, Verantwortung und gelebte Fürsorge.

Die Erarbeitung des Konzepts begann mit einer Risiko- und Potentialanalyse. Dabei wurden gemeinsam mit ehrenamtlich und hauptamtlich Mitarbeitenden (Arbeitsgruppe des Leitungsgremiums der BSS) konkrete Gefährdungssituationen identifiziert: Wo besteht ein erhöhtes Risiko für Übergriffe? Welche Schutzmaßnahmen sind nötig und praktikabel?

Ein wichtiger Bestandteil des Prozesses war die Beteiligung der blinden, sehbehinderten und sehenden Mitarbeitenden: Zahlreiche Menschen haben sich mit ihren Perspektiven und Erfahrungen eingebracht. „Für diese Offenheit und die Beteiligung sind wir sehr dankbar“, so die Referentin der BSS, Religionspädagogin Katrin Biendl.

Das nun vorliegende Schutzkonzept umfasst neben klaren Verhaltensregeln auch verbindliche Standards für Schulungen für haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende sowie ein strukturiertes Verfahren für den Umgang mit Verdachtsfällen. Es ist kein einmaliger Abschluss, sondern ein wachsendes Instrument, das regelmäßig überprüft und weiterentwickelt wird.

„Wir wollen, dass die evangelische Blinden- und Sehbehindertenseelsorge ein sicherer Ort für alle ist – ein Ort, an dem Achtsamkeit, Respekt und gegenseitige Verantwortung zum gelebten Alltag gehören“, sagt Kirchenrat Gerald Kick.

Das Schutzkonzept kann auf Wunsch in der Dienststelle der BSS eingesehen werden oder in barrierearmer Version angefordert werden. Auch auf der Homepage der BSS sind alle relevanten Informationen zusammengefasst.