Navigation

Luise Seubert

Was ich mit der BSS erlebt habe? Bei mir sind es drei unterschiedliche Phasen. Für mich als Blinde mit geringem Sehrest und für meinen Mann, vollblind, ja, für unsere ganze Familie, bot sie schon damals vor ca. 35 Jahren die Möglichkeit, mit anderen Familien „unseresgleichen“ bei Begegnungsnachmittagen und Freizeiten zusammen zu kommen und von unserem Glauben zu sprechen, in freien Stunden miteinander zu singen, zu feiern, zu wandern. Kurz: miteinander fröhlich zu sein.

Später wurden die Freizeiten für Berufstätige in Grafrath – immer nach Weihnachten – für mich und meinen Mann zu einer ganz wichtigen Zeit. An den Vormittagen haben wir sehr intensiv bei Bibelarbeiten zusammen gesessen. Was in unserem Leben der Glaube ausmacht und wo er in unserem Leben stattfindet, hat unsere Gespräche bestimmt. Intensive Zeiten, die unseren Glauben gefestigt haben. Wir haben hier „Gemeinde“ erlebt, die wir als Behinderte in unseren Gemeinden vor Ort kaum oder gar nicht finden.
Es folgte dann ca. 15 Jahre, in der ich als ehrenamtliche Mitarbeiterin in den Gremien der BSS intensiv mitgearbeitet habe, auch im Besuchsdienst, im Gesprächskreis und als Helferin bei den Begegnungsnachmittagen.
Aus meiner ehrenamtlichen Tätigkeit bin ich vor über 8 Jahren ausgeschieden. Seitdem bin eine ganz „normale“ Teilnehmerin bei den Begegnungsnachmittagen und bei Freizeiten.
(Luise Seubert, Feucht)