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Basiskurs „Mal weiter … sehen“

Ein Kurs unseres Fortbildungsprogramms – für Sehende
– die sich für die Belange blinder und sehbehinderter Menschen interessieren
– die Interesse an ehrenamtlicher Mitarbeit verspüren und vielleicht noch unschlüssig sind
… für Nachbarn, Freunde, Angehörige, Begleitpersonen
… für haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende in Gemeinden, in kirchlichen und sozialen Einrichtungen, in Einrichtungen des Blinden- und Sehbehindertenwesens

Am Basiskurs wirken sehbehinderte und blinde Ehrenamtliche mit. weiterlesen


Ophtalmologische Fachbegriffe

Adaptation Anpassung des Auges an die wechselnden Lichtverhältnisse der Umgebung (Leuchtdichteverhältnisse): Hell- bzw. Dunkeladaption
Akkommodation Scharfeinstellung für die Nähe durch Brechkraftzuwachs der Augenlinse (stärkere Wölbung)
Albinismus oculi Fehlen des Pigments; dadurch verstärkte Lichtdurchlässigkeit von Regenbogenhaut und Augapfelhülle – hohe Blendempfindlichkeit, Augenzittern und Schwachsichtigkeit
Amaurose
Völlige Erblindung (fehlende Lichtwahrnehmung)
Asthenopie
Schwäche oder Müdigkeit der Augen: Hervorgerufen durch ein Missverhältnis zwischen den Anforderungen an das Sehorgan und seiner Leistungsfähigkeit (entweder durch übermäßige Beanspruchung der gesunden Augen oder bei normaler Beanspruchung durch Brechungsfehler, fehlerhafter Brillenkorrektur, Störungen des Augenmuskelgleichgewichtes, nervöse Störungen u.a.)
Astigmatismus Stabsichtigkeit, volkstümlich auch „Hornhautverkrümmung“: Durch unterschiedlich starke Krümmung einzelner Hornhautabschnitte ergibt sich auf der Netzhaut keine punktförmige sondern eine stabförmige, d.h. unscharfe Abbildung
Buphthalmus Vergrößerung des Augapfels durch grünen Star im Kindesalter (Dehnung der noch weichen Augapfelhülle durch erhöhten Augeninnendruck)
Dioptrie Maßeinheit für die Brechkraft einer Linse (1 dpt = die Brechkraft einer Linse mit einer Brennweite von 1 Meter)
Doppeltsehen
Aniseikonie
Unterschied in der Netzhautbildgröße zwischen rechtem und linkem Auge (bei stärkerer A. ist es nicht mehr möglich, die beiden Bilder im Gehirn zu einem zu verschmelzen, dadurch: Doppeltsehen)
Doppeltsehen
Diplopie
beidäugig z.B. durch Lähmung eines Augenmuskels; einäugig z.B. durch Brechungsfehler oder Trübungen
Exophthalmus Unnormal starkes Hervortreten des Augapfels (z.B. bei Schilddrüsenüberfunktion, Tumoren, hoher Kurzsichtigkeit)
Fovea centralis Im Zentrum der Makula (Stelle des schärfsten Sehens) gelegene Vertiefung, gefäßfreies Netzhautgebiet mit der höchsten Anzahl an Sinneszellen.
Fusion Fähigkeit, die etwas unterschiedlichen Netzhautbilder beider Augen zu einem zu verschmelzen.
Glaukom
Grüner Star: krankhafte Erhöhung des Augeninnendrucks durch Störung des Flüssigkeitswechsels im Auge aufgrund verstärkter Neubildung oder behindertem Abfluss des Kammerwassers
Katarakt Linsentrübung, Grauer Star
Konkav
Ausgehöhlt. Konkavgläser: Zerstreuungs- oder Minusgläser
Konvex
Linsenförmig vorgebuckelt (z.B. Konvexglas: Sammel- oder Plusglas)
Macula lutea
Gelber Fleck: Stelle des schärfsten Sehens der Netzhaut
Makuladegeneration
Erkrankung der Macula lutea. Folge: Ausfälle im zentralen Gesichtsfeld
Myopie Kurzsichtigkeit. Missverhältnis zwischen Augapfellänge und Brechkraft: zu langer Augapfel im Vergleich zu normaler Brechkraft oder zu starke Brechkraft bei normal langem Augapfel; der Brennpunkt liegt vor der Netzhaut: Auf der Netzhaut entsteht ein unscharfes Bild
Nystagmus
Augenzittern
Sehnervenschwund
Optikusatrophie
Ursache: Durchblutungsstörungen, Entzündungen, Degenerationen, Tumore
Photopsie Wahrnehmung von Lichterscheinungen (Blitze, Funken oder Flimmern) ohne entsprechendes Korrelat in der Außenwelt (z.B. bei Erkrankungen der Stelle des schärfsten Sehens, bei Netzhautrissen oder Migräne)
Refsum-Syndrom Netzhautdegeneration infolge einer Fettstoffwechselstörung; Kombination von Retinitis pigmentosa mit Schädigungen peripherer Nerven, Knochenanomalien, Schwerhörigkeit u.a.m.
Retina Netzhaut
Retinitis Netzhautentzündung
Retinitis pigmentosa Richtiger: Retinopathia pigmentosa; fortschreitende, meist mit Pigmentablagerungen einhergehende, erbliche Netzhautdegeneration. Folgen: Nachtblindheit, fortschreitende Gesichtsfeldeinschränkung im peripheren Bereich, herabgesetzte Sehschärfe; Röhrensicht
Retinopathie
Netzhautleiden (z.B.: R. pigmentosa: Fortschreitende, meist mit Pigmentablagerungen einhergehende, vornehmlich erbliche Netzhautdegeneration; R. diabetica: Zuckererkrankung am Auge mit Gefäßveränderungen, Blutungen und degenerativen Ablagerungen; R. hypertonica: Durch zu hohen Blutdruck hervorgerufene Gefäß- und Netzhautveränderungen)
Skotom Gesichtsfeldausfall
Stäbchen Sinneszellen der Netzhaut, für das Dämmerungssehen entscheidend
Trachom
Körnerkrankheit (chronische, sich langsam entwickelnde und über viele Jahre hinziehende Viruserkrankung der Bindehaut und Hornhaut; gehört weltweit zu den häufigsten Erblindungsursachen)
Übersichtigkeit, Hyperopie, Hypermetropie Missverhältnis zwischen Brechkraft und Augapfellänge: Meist anlagebedingter Kurzbau des Auges, seltener zu geringe Brechkraft; der Brennpunkt liegt hinter der Netzhaut, wodurch auf der Netzhaut ein unscharfes Bild entsteht
Usher-Syndrom Kombination von angeborener Schwerhörigkeit und hinzu kommender Retinitis pigmentosa
Uveitis
Entzündung der Gefäßschicht des Auges
Vergrößertsehen
Makropsie
durch Narbenbildung an der Stelle des schärfsten Sehens
Verkleinertsehen
Mikropsie
in Folge von Flüssigkeitseinlagerung an der Stelle des schärfsten Sehens
Verzerrtsehen
Metamorphopsie
ausgelöst durch Erkrankungen der Netzhautmitte: zentrale Netzhautablösung, Entzündung oder Degeneration der Stelle des schärfsten Sehens
Visus Zentrale Sehschärfe
Zapfen Sinneszellen der Netzhaut, für das Tagessehen und die Farbwahrnehmung entscheidend