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Sehbehindertensonntag – Ein Monat der Begegnung

„Sehbehindertensonntag“ ist der Name eines bundesweiten Aktionsmonats vom 1. bis zum 30. Juni 2022. Ziel ist, dass auf verschiedenen Ebenen der kirchlichen Arbeit – vom Kindergarten bis zur Seniorenarbeit – Aktionen rund um das Thema Sehbehinderung durchgeführt werden. Kirchengemeinden, kirchliche Gruppen, die Selbsthilfe und alle Interessierten sind eingeladen, sich zu beteiligen. Das Projekt soll für die Belange sehbehinderter Menschen sensibilisieren und einen Impuls mit nachhaltiger Wirkung für mehr Barrierefreiheit und Inklusion geben.

Weitere Informationen erhalten Sie im Faltblatt zur Vorankündigung des Sehbehindertensonntags. Hier finden Sie das Sehbehindertensonntag-Faltblatt zum Bestellen des Materialhefts.

Die Partner

Der „Sehbehindertensonntag“ ist ein Projekt folgender Partner:

  • Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV)
  • Deutsche Bischofskonferenz
  • Evangelische Kirche in Deutschland (EKD)
  • Dachverband der evangelischen Blinden- und Sehbehindertenseelsorge (DeBeSS)
  • Deutsches Katholisches Blindenwerk (DKBW)

Ökumenische Freizeitwoche in Salzburg

Sonnige und erfüllte Tage in Salzburg

„Ja wir wagen es!“ Das dachten die 19 Mitreisenden, die Mitte Juni 2021 mit einem Reisebus von Nürnberg nach Salzburg reisten. Im Haus der Pallottiner auf dem Mönchsberg fühlten wir uns von Anfang an wohl mit dem wunderschönen Park und dem großen Gemeinschaftsraum mit Klavier, wo wir uns täglich versammeln konnten. Bei unseren Begegnungen tauchten wir ein in die wunderbare Welt der Musik ein. Wir erzählten uns, welche Lieder und welche Musik in unserem Leben wichtig geworden ist. Wir erfuhren etwas über den Hintergrund bekannter Lieder und die Lebensgeschichte bekannter Musiker, z.B. von Heinrich Ignaz Franz Biber und Wolfgang Amadeus Mozart. Auch selbst wurde musiziert, sei es mit Flöten oder auf dem Klavier. Höhepunkte waren ein Konzertabend im Schloss Mirabell mit klassischer Musik und ein kleines Hauskonzert mit Gospelliedern.

Der Sommer hielt in dieser Woche Einzug im Land. Wir konnten bereits das Frühstück auf der Terrasse einnehmen und im Schatten der großen Bäume im Park entspannen.

Wir hatten viel Zeit, um Salzburg zu erkunden und zu erleben. Mit dem Mönchsbergaufzug waren wir in kurzer Zeit in der Altstadt von Salzburg, die langsam wieder aus dem Coronaschlaf erwachte. Bei den Stadtführungen lernten wir die Stadt rechts und links der Salzach kennen. Wir besuchten das Geburtshaus und das Wohnhaus von Mozart, die Hohe Feste und den Schlossgarten von Hellbrunn mit seinen wundersamen Wasserspielen. An einem Nachmittag schnupperten wir sogar Bergluft auf dem nahegelegenen Gaisberg. Auch ein Ausflug in den größten Biergarten Salzburgs durfte nicht fehlen. Voll Dankbarkeit feierten wir am Ende der Woche einen ökumenischen Gottesdienst im Park unter den schattigen Bäumen. Nach dem Besuch des Sonntagsgottesdienstes in St. Peter traten wir erfüllt und glücklich die Heimreise an. Die Gemeinschaft in dieser Woche hat uns gestärkt und neue Kraft geschenkt und wir danken Gott für die Bewahrung und Führung in diesen Tagen.

Regine Schramm (Pastoralreferentin und Leiterin der kath. BSS in der Diözese Bamberg


Jutta Silberhorn geht in den Ruhestand

Ab dem 1. Juni ist Jutta Silberhorn, langjährige Referentin der BSS, im verdienten Aufbruch hin zu neuen Ufern, mit spannenden Möglichkeiten jenseits der Blinden- und Sehbehindertenseelsorge und noch manchen neuen Projekten.

Ich danke Jutta Silberhorn herzlich für die warme und liebevolle Zuwendung zu den vielen Menschen und für die von ihr initiierten Projekte und Veranstaltungen! Ich wünsche ihr viele wunderbare Begegnungen und Erfahrungen im Ruhestand und die nötige Gesundheit dazu! Und dass sie mit Miriam immer wieder fröhlich singen und tanzen kann: „Lasst uns dem HERRN singen, denn er ist hoch erhaben!“ (2. Mose 15, 21)

Gerald Kick, landeskirchlicher Beauftragter

Alles hat seine Zeit

Nicht mehr lange, dann beginnt für mich ein neuer Lebensabschnitt. Ich wechsle in den Ruhestand oder wie es eine Bekannte immer nennt: Ich habe dann den längsten Urlaub meines Lebens. Schneller als ich dachte heißt es nun, allmählich Abschied zu nehmen von vielen liebgewonnenen Menschen, Ereignissen, Veranstaltungen, Orten und vielem mehr, „time to say good-bye“.

Alles hat seine Zeit, heißt es schon in der Bibel, arbeiten hat seine Zeit und von der Arbeit auszuruhen hat seine Zeit.

Fast zwanzig Jahre arbeite ich nun schon in der Blinden- und Sehbehindertenseelsorge. Mit viel Herzblut habe ich im Oktober 2001 meine Arbeit begonnen und bis jetzt weitergeführt, mal mit einem lachenden, dann wieder mal mit einem weinenden Auge. Das Wichtigste dabei waren immer Sie, die Begegnungen mit Menschen. Ich hatte jederzeit das Gefühl, den Arbeitsplatz zu haben, der meinen Fähigkeiten und meinem Glauben voll und ganz entspricht.

Loslassen lernen heißt es nun für mich. Das kann ich beruhigt machen, denn ich lege meine Arbeit in die vertrauten Hände von Katrin Biendl, die sie bestimmt in guter Weise weiterführen wird.

Vielleicht fragen Sie sich jetzt, was macht denn Jutta Silberhorn mit der vielen freien Zeit, wenn sie nicht mehr in der BSS arbeitet? Ich freue mich darauf, meinen Garten nicht mehr so stiefmütterlich behandeln zu müssen, mein Haus auf Vordermann zu bringen, mehr Zeit mit meiner Katze Lina zu verbringen und einfach alles etwas langsamer angehen zu können.

Jeder Abschied birgt auch einen Neuanfang in sich. Besonders freue ich mich, an der ersten  Bibel in Fränkisch mitzuarbeiten, die an Weihnachten 2023 erscheinen soll.

Bleiben Sie behütet und gesund, auf Wiedersehn.

Jutta Silberhorn

 

Hören Sie ein Interview, das KR Gerald Kick mit Jutta Silberhorn anlässlich ihres Abschieds geführt hat


Interview mit Pfarrer Peter Kocher zu den Telefonandachten

Tobias Heinzelmann, Praktikant bei der BSS bis Ende Januar 2021, konnte Peter Kocher zu den Telefonimpulsen befragen.

Lesen Sie den Beitrag im Evangelischen Sonntagsblatt aus Bayern (Rothenburger Sonntagsblatt Nr. 9/2021)


Bibelgespräch trotz Corona

Seit Oktober letzten Jahres verabreden sich die Mitglieder des Bibelgesprächs in Nürnberg zu einer Telefonkonferenz. Alle Teilnehmenden sind zwar räumlich voneinander getrennt, aber dennoch im Glauben, im Gebet und in Christus miteinander verbunden.

Für jede neue Telefonkonferenz wird der Bibeltext (meist der Predigttext des folgenden Sonntags) vorher in der notwendigen Version (Brailleschrift oder Großdruck) verschickt.

Bibelstudium mit der Basisbibel in Braille Schrift Foto: Gerald Kick

Im Vergleich zu einem Treffen im Tagungsraum der BSS kann mit dem Telefonhörer am Ohr oder mit einem Mikrophon und Kopfhörer genauso lebhaft und intensiv diskutiert werden. Dabei ist es sehr interessant, die Vielfalt an Meinungen über bestimmte Bibel-passagen zu hören. Die Methode „Bibel Teilen“ regt dazu an, den Bibeltext mit den persönlichen Erfahrungen in Verbindung zu bringen.

Es gut, wenn jemand – wie Pfarrer Gerald Kick – ein solches Gespräch moderiert, ohne sich selbst mit all seinem Wissen in den Mittelpunkt stellen zu wollen. Ebenso ist es wichtig, allen Teilnehmenden die Möglichkeit zu geben, zu Wort zu kommen. Schön ist es auch, wenn eine Teilnehmerin zu Beginn der Andacht den vorliegenden Bibeltext für alle vorlesen darf.

Bereichernd und wohltuend fühlt es sich an, wenn am Anfang und am Ende ein kurzes Gebet gesprochen wird, ebenso ein kurzer Schluss-Segen. Mit diesem können sich die Teilnehmenden vom Heiligen Geist erfüllt wieder ausklinken. Denn wie Christus es selbst sagte: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“ (Mt. 18,20).

Natürlich kann eine solche Telefonkonferenz keine menschliche Nähe oder direkte Begegnung(en) ersetzen. Aber in Ausnahmesituationen kann so aus der Not eine Tugend gemacht werden.

(von Dipl.-Theol. Tobias Heinzelmann, Praktikant bei der BSS)